City Triathlon Bremen

Hallo Leute,

meine erste Teilnahme am Gewoba City Triathlon in Bremen und gleich ein gelungener Start. Nachdem ich es in der Zeit, als ich noch in Bremen gewohnt habe, nie geschafft habe dort zu starten, war es 2015 an der Zeit hier teilzunehmen. Bei grandiosem Wetter durfte ich mal wieder richtig Gas geben und auf der Sprintdistanz (0,5 km Schwimmen, 20 km Rad fahren und 5 km Laufen) alles in die Waagschale legen. Eine willkommene Abwechslung zum Ironman-Training, bei dem grundsätzlich sehr viele Einheiten lang und locker trainiert werden.

Beim Schwimmen geht es gleich richtig los und ich kann mich kurz hinter der Spitze an eine Gruppe hängen. Ein ganz neues Gefühl für mich, einigermaßen vorne dabei zu sein. An dieses Gefühl möchte ich mich gerne gewöhnen. An den Wendebojen gibt es zwar trotzdem (oder erst recht?) etwas Prügel, im Grunde kommen wir aber gut zurecht und nach 8:42 kann ich mit der 9. Schwimmzeit die Weser verlassen. Schon in der Wechselzone arbeite ich mich auf Platz 6 vor, leider mit etwas Schwierigkeiten den Neoprenanzug über den Chip am Fuß zu bekommen. Sekunden, die auf dieser Distanz wehtun und definitiv am Ende fehlen.

Auf dem Rad gibt es nur ein Motto: Kette rechts, Kopf runter und drücken, drücken, drücken. In der Wechselzone höre ich, dass ich rund 1:30 Minuten auf den Führenden verloren habe. Genau wie erwartet, muss ich also eine Lücke nach vorne schließen, die sich zum Glück im erwarteten Rahmen bewegt. Die Radstrecke ist in zwei Runden aufgeteilt und macht von Anfang an richtig Laune. Ein Athlet überholt mich, kurze Zeit später kann ich aber kontern und er kann meinem Druck nicht folgen. Am Wendepunkt sehe ich dann die Spitze, der Abstand scheint nicht größer, aber auch nicht unbedingt kleiner geworden zu sein. Das bestätigt sich, als ich an der Wechselzone vorbei fahre und Christine mir zuruft, dass es immer noch 1:30 Minuten sind. Mist, also weiter. Die zweite Runde ist technisch etwas kniffliger, ich muss mich durch das gesamte Feld arbeiten. Die langsameren Schwimmer auf der ersten Runde müssen überholt werden. Trotzdem entdecke ich die Jungs vor mir am Wendepunkt, mit einem Abstand von ungefähr 30 Zentimetern hintereinander. Von Mathias Müller habe ich mal gelernt, dass man sich mit Beschimpfungen und Aufregen nur sein eigenes Rennen kaputt macht. Trotzdem nervt es mich aber , dass die Kollegen vorne mit unerlaubtem Windschattenfahren arbeiten und das völlig unbehelligt. Am Ende der zweiten Runde kann ich kaum Zeit gut machen, der zweite Platz ist aber nur gut eine Minute entfernt. Es gilt also schnell zu laufen und den Druck nach vorne etwas zu erhöhen.

Wer in Hamburg schon einmal beim ITU World Triathlon teilgenommen hat und die vermeintlich längste Wechselzone der Welt am Ballingdamm kennt, sollte unbedingt in Bremen teilnehmen. Gefühlt müssen wir durch halb Bremen laufen, um an unseren Wechselplatz zu kommen. Wahnsinn. Trotzdem gelingt mir ein schneller zweiter Wechsel und ich will unbedingt noch etwas weiter nach vorne laufen. Das Treppchen ist machbar, der Alterklassensieg auch und so renne ich auch los. Ich sehe noch vor dem Wendepunkt einen Sportler, er scheint in Reichweite zu sein, läuft aber auch stark. Auf dem Rückweg ist dann auf einmal Platz 4 und 5 in Sichtweite. Die Jungs drehen sich immer wieder nach mir um und der Rückstand wird immer kleiner.  Leider muss ich dann aber feststellen, dass die Strecke wohl zu kurz ist, um noch Plätze gut zu machen. 100 Meter vor mir laufen die Jungs ins Ziel, ich werde am Ende insgesamt 6. Leider waren die beiden Plätze vor mir auch noch beide in meiner Altersklasse, sodass es hier „nur“ für den 3. Platz reicht. Am Ende fehlen nur 31 Sekunden für den Sieg in der Alterklasse.

IMG_7778Für alle Zahlenmenschen noch ein paar Details:

Gesamtplatz:    6. Rang
AK-Platz:            3. Rang

Schwimmen:    8:46 min (9. Schwimmzeit)
Wechsel 1:       1:44 min
Rad:                29:17 min (6. Radzeit)
Wechsel 2:       3:28 min
Laufen:           18:43 min (5. Laufzeit)

Gesamt:      1:02:00 h

 

Ganz nach vorne fehlt leider noch etwas Speed, ich bin aber rundum zufrieden mit dem Rennen. Jetzt geht es wieder in einen sportfasten-Block und am 06.09.2015 steht dann eine Mitteldistanz im Rahmen des Cologne Triathlon Weekend an. Vielleicht finde ich auch noch einen tollen Wettkampf den ich vorher einbaue. Dieses Renngefühl ist einfach phantastisch und Triathlon ein grandioser Sport.

Bis dahin,
Euer Matthias

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