Rückblick Saison 2016

Hallo Leute,

die Saison 2016 ist nach einem spannenden Jahr mit tollen Erlebnissen und großartigen Wettkämpfen vorbei. Auch wenn ich überhaupt keine Lust habe, eine Sportpause einzulegen, werde ich mir mal ein paar Tage Ruhe verordnen. Ich denke Körper und Geist brauchen etwas Abstand vom Trainingsplan um die kommende Saison mit voller Motivation anzugreifen. Und so viel sei schon mal verraten: Es wird eine lange Saison werden und ich freue mich schon jetzt auf die Wettkämpfe, die bereits gebucht und/oder fest eingeplant sind.

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Bestzeit über 10 Kilometer beim Korschenbroicher Citylauf

Begonnen hat meine Wettkampfsaison im niederländischen Venlo. Kurz hinter der Grenze konnte ich meinen ersten Halbmarathon seit 2010 laufen und meine bisherige Bestzeit von 1:40 Stunden um knapp 18 Minuten verbessern. Das Rennen hat mir aber nicht nur deshalb gut gefallen, sondern auch wegen der unglaublich guten Stimmung an der Strecke. Lange Zeit konnte mit dem Asics-Frontrunner Jan Peiniger, den ich erst während des Rennens kennengelernt habe, mithalten. Ein großer Spaß, den ich im Jahr 2017 auf jeden Fall wiederholen möchte. Jan, wie schaut es bei dir aus? Ich werde im Winter fleißig trainieren, um nicht wieder auf den letzten Kilometern von dir abgehängt zu werden.

Kurz danach konnte ich meine großartige Laufform beim Korschenbroicher Citylauf unter Beweis stellen. Die vermessene 10-Kilometer-Strecke kenne ich aus den letzten Jahren schon recht gut. In jedem Jahr gab es hier eine neue Bestzeit und so war es auch im Jahr 2016. 37:35 Minuten gilt es im nächsten Jahr zu unterbieten. Vielleicht sollte ich dann nicht direkt davor 100 Kilometer im Sattel sitzen?

In den Wochen danach standen viel Training und das zweite Trainingslager im Club La Santa auf Lanzarote auf dem Plan. Leider konnte ich verletzungsbedingt nicht viel Radeln und Laufen. Im Nachhinein war das  Ilio-tibiale Bandsyndrom  (Läuferknie) trotzdem ein Glücksfall, denn erst durch die Verletzung habe ich Susanne Moede kennen und schätzen gelernt. Ohne Suse und ihre intensive Behandlung wäre ein Start beim Ironman Klagenfurt wohl kaum möglich gewesen. Im Grunde habe ich mit ihr mein gesamtes Training noch einmal auf ein anderes Niveau gebracht. Ich freue mich schon auf die kommenden Monate, denn es steht viel Athletik- und Beweglichkeitstraining auf dem Winterplan. Vielen Dank liebe Suse für den Arschtritt und die grandiose Unterstützung. Woche für Woche!

Den nächsten Höhepunkt gab es dann beim Ironman Austria in Klagenfurt. Die Tage vor und nach dem Wettkampf am Wörthersee waren ein Traum. Ich kann nur jedem empfehlen, dort einmal teilzunehmen. Der Ironman lief dann bei mir wie am Schnürchen. Tolles Schwimmen, das schnellste Radfahren und der beste Marathon ergeben in Summe eine neue Bestzeit. Der Plan war, das Rennen unter 10 Stunden ins Ziel zu bringen, mit 9:43 Stunden konnte ich noch deutlich schneller sein. Am Wettkampftag haben so viele Leute mitgefiebert, unter anderem in der eigens gegründeten whatsapp-Gruppe, dass ich nach dem Rennen über 350 Nachrichten zu lesen hatte. Wahnsinn und vielen Dank an Euch da draußen!

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Unglaubliches Rennen in Belek – 13. Platz beim Ironman 70.3 Türkei

Mit diesem famosen Erlebnis im Rücken ging die Saison in der Regionalliga los und ich konnte bei allen meinen Starts als Kapitän vorausgehen und jeweils die besten Plätze im Team erreichen. Hier zeigt sich, dass Langdistanztraining und Ligawettkämpfe nicht unbedingt im Konflikt stehen. Dass ich im Schwimmen noch Nachholbedarf habe, wurde mir allerdings auch hier vor Augen geführt. Insbesondere in der Regionalliga wären deutlich bessere Plätze für mich drin gewesen, wenn ich nicht immer im letzten Drittel aus dem Wasser steigen würde. Der Winter kommt, das Schwimmbecken wartet. Und ja, auch das Zugseil wird jetzt regelmäßig genutzt!

Der Ironman 70.3 Ruegen sollte dann der Abschluss sein, aber leider lief es bei mir an diesem Tag überhaupt nicht. Nach dem Radfahren noch auf dem 7. Platz in meiner Altersklasse musste ich beim Laufen aufgrund von Magenproblemen ziemlich viele Sportler tatenlos an mir vorbei winken. Immerhin konnte ich, nachdem sich der Magen etwas beruhigt hatte, Kumpel Andreas noch zu einer Zeit unter 5:00 Stunden antreiben. Ein versöhnlicher Abschluss der Saison aber eben nicht das Sahnehäubchen. Weil ich genau dieses Sahnehäubchen aber noch unbedingt wollte, habe ich mich kurzerhand beim Ironman 70.3 Turkey angemeldet und so ging es Ende Oktober mit Mathias Müller nach Antalya/Belek. Aus dem kleinen Sahnehäubchen wurde dann ein riesengroßer Haufen Sahne. Leute, das war ein Rennen wie gemalt: Deutliche Verbesserung der Bestzeit, 13. Platz insgesamt und mit dem 5. Platz in der Altersklasse habe ich die Qualifikation für die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft 2017 klar gemacht. Ach, ich bin immer noch so aus dem Häuschen. Herrlicher Abschluss!

Neue Bestzeiten gab es in diesem Jahr also einige, sowohl beim Laufen als auch im Triathlon:

DisziplinDistanzBestzeitJahr
Laufen10 Kilometer37:35Korschenbroicher Citylauf 2016
Halbmarathon1:22:28Venloop 2016
TriathlonOlympische Distanz2:10:02City Triathlon Bremen
Mitteldistanz4:22:08Ironman 70.3 Turkey 2016
Langdistanz9:43:25Ironman Austria 2016

Ein besonderer Dank geht natürlich an alle, die mich in irgendeiner Form unterstützt und begleitet haben. Familie, Freunde, meine Pa’a-Truppe , IOS-Markenbotschafterkollegen (Maren, Nicolas, Christian, Tim) die Triabolos Regionalliga-Jungs, die RadCrew Hamburg, die Holmes-Place-Kombo, Mitstreiter mit besonderen Erlebnissen (Jan, Adrian) und natürlich meinen Sponsoren, die mein Hobby so viel einfacher machen:

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  • IOS-Technik: Karin, Angela, und Axel. Wahnsinn was sich entwickelt hat. Vielen Dank für diese tolle Unterstützung und ich freue mich auf die kommende Saison.
  • Specialized: Jan, Henrik, Arnd und die Jungs aus dem Concept Store in Hamburg. Großartige Unterstützung mit viel Spaß und Leidenschaft für den Sport.
  • Rotor: Roger, bei mir läuft es oval definitiv rund. Ich werde meine Q-Rings nie wieder abschrauben und mit dem Wattmesssystem heben wir mein Training auf eine neue Stufe! Tausend Dank für deine Hilfe.
  • GL8-Sport: Rainer und Stephan, ich freue mich schon auf die nächste Diagnostik im Dezember. Toller Support in den vergangenen Jahren mit unglaublich präziser Arbeit und viel Liebe zum Detail.
  • Uvex: Falk, vielen lieben Dank für Helme und Brillen. Damit bin ich immer sicher unterwegs.
  • sportlerseele: Suse, ich hab es oben schon erwähnt. Ohne dich wäre die Saison vielleicht schon früh zu Ende gewesen. Auch dank deines Engagements kann ich auf ein phantastisches sportliches Jahr zurückblicken und weiß, dass es noch viel Potential gibt für die kommende Saison.
  • runningman: Stephan, du hast natürlich maßgeblichen Anteil an den Entwicklungen der letzten Jahre. Vielen Dank für tolle Trainingslager, fordernde Pläne und die vielen Ratschläge, Tipps und Tricks.

Jetzt freue ich mich noch auf ein paar ruhige und sportfreie Tage, auch wenn ich den Wiedereinstieg ins Training kaum erwarten kann. Die Planung für das nächste Jahr steht schon ziemlich fest, der Ironman Hamburg mit dem „Rennen dahoim“ als absoluter Höhepunkt. Natürlich wird noch einiges drum herum gebastelt, vielleicht sehen wir uns ja bei dem einen oder anderen Wettkampf, beim Training oder bei einem gemütlichen Getränk in Hamburg.

Viele Grüße
Euer Matthias

2 Kommentare zu “Rückblick Saison 2016

  • 2. November 2016 um 18:45
    Permalink

    Sensationell Matthias!
    Pa‘ a Dirk

    Antwort
  • 2. November 2016 um 18:55
    Permalink

    Respekt mein Lieber!!! Eine tolle Saison….😎😎😎👍🏻👍🏻👍🏻

    Antwort

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